Posts

Hintergrund Malerei

Bild
Ein blauer Hintergrund ist immer besser als gar keiner. Das ist eine alte Modellbahnweisheit, denn nichts zerstört den Eindruck einer Miniaturlandschaft so sehr wie eine Tapete oder eine Schrankwand im Hintergrund. Obwohl bei uns der Himmel selten strahlendblau ist, so findet man diesen doch auf vielen Landschafts- oder Erinnerungsfotos die wir machen. Auch wenn ein blauer Hintergrund das absolute Minimum einer Hintergrundgestaltung sein muss, so ist in Wirklichkeit aber auch immer ein Horizont zu sehen, und sei er noch so winzig. In unseren Breitengragen sind das meistens grüne Wiesen, Felder und Wälder. Wegen dem hügeligen Gelände kann sich der Horizont, je nach Entfernung des Betrachters zum Objekt, mal niedriger und mal etwas höher ausfallen. Bei meinem Bahnhof habe ich mich für einen hügeligen, teils bewaldeten Hintergrunds entschieden. Dieser reicht in etwa bis zur Hälfte der vorhandenen Höhe. Ich war selber vor Ort um mir die Grössenverhältnisse anzuschauen. Im Vordergrund stehe...

Weitere Detailarbeiten

Bild
Die weitere Detailarbeit entpuppt sich manchgmal als reine Sysiphusarbeit, denn nicht immer sind alle Details sofort ersichtlich. Manche Details sind nur schwach auf Fotos zu erkennen und verlangen dann nach einem gewissen modellbauerischen Kompromiss.   So gab es z.B. auf der Gleisseite auf dem Bahnsteig einen kleinen Unterstand, der möglicherweise mit einem Telefon ausgestattet war. Zu beiden Seiten war eine runde Öffnung, um die Gleise in beide Richtungen im Auge zu behalten. Zwischen dem Toilettenhäuschen und dem Bahnhof war eine Einstiegsluke mit einer Treppe, die in das Kellergewölbe des Toilettenhäuschens führte. Auf den Luftaufnahmen entdeckte ich auch verschiedene Blumenbeete am Güterschuppen sowie an beiden Seiten des Toilettenhäuschens. Aus der Vogelperspektive konnte man auch deutlich die drei Schornsteine des Toilettehäuschens ausmachen. Das Sandsteinfundament habe ich aus gestanzten Kartonplatten angefertigt und anschliessen eingefärbt. Die zugeschnittenen Fundamentst...

Fenster und Verglasung

Bild
Die Fenster und Türen für den Bahnhof wurden aus 0,5mm dickem Flugzeugsperrholz ausgelasert. mit teilweise nur 1mm breiten Rahmen, sind sie sehr zerbrechlich. Die Fensterrahmen passen genau in die Fensteröffnungen. Damit sie besser im Fensterrahmen halten, habe ich jedes Fenster auf ein Stück transparente Fensterfolie geklebt. Hierfür wurde der Rahmen an der Rückseite leicht mit Pritt Kleber versehen.  Dann habe ich die Rahmen auf ein Stück Fensterfolie gelegt. Der Kleber verhindert ein Verrutschen. Mit einem feinen Finsel habe ich anschliessend Glue 'n' Glaze von Deluxe Materials an den Rändern der Fensterrahmen aufgetragen. Dieser Kleber trocknet transparent auf. Der Kleberauftrag entlang der Aussenkanten ist vollkommen ausreichend. Somit bleiben die Fensterscheiben klar. Nach dem Austrocknen schnitt ich jedes Fenster aus der Folie aus. Dabei lasse ich einen ca. 5mm breiten Rand. Dieser dient um die Fenster von hinten in die Fensteröffnungen zu kleben.  Die fertigen Fenster ...

Bahnhofs-Fassade

Bild
Vor der Landschaftsgestaltung habe ich mich erst noch der Fertigstellung des Bahnhofsgebäudes gewidmet. Bei einem Selbstbau ist dies der Schritt, der mir am meisten zusagt.  Die Fenstersteine (0,5mm gelasertes Flugzeugsperrholz) hatte ich schon in einem ersten Arbeitsschritt um die Fensteröffnungen geklebt. Die Fassade entstand aus verdünnter Spachtelmasse, die ich mit einem abgenutzten dickeren Pinsel aufgetragen hatte. Nach dem Aushärten wurde die Fassade mit abgetönter weisser Farbe eingestrichen. Dann kam die Einfärbung der sandsteinfarbenen Fenstersteine dran. Um ein Übermalen der Fassade zu verhindern, musste diese um kleinere Details abgeklebt werden. Das Bemalen der Fenstersteine ist mit etwas Geduld und einem feinen Pinsel relativ schnell erledigt. Jetzt nimmt das Gebäude schon langsam Gestalt an und man kann erahnen wie es einmal aussehen wird. Eine besondere Herausforderung stellte die mit Asbestschindeln verkleidete Nordseite des Bahnhofs dar. Hierfür schnitt ich 5mm br...

Stellprobe

Bild
Bevor ich mit dem Landschaftsbau anfange, machte ich eine erste Stellprobe mit den Modulbeinen. Die genaue Positionierung des Bahnhofs mit seinen Nebengebäuden wurde auf dem Bahnsteig eingezeichnet. Die Zugangspforte nebst Zaun wurde provisorisch aufgestellt und anschliessend auf dem Bahnhof verklebt. Der prächtige Baum neben dem Bahnhofsgebäude entsteht aus einem Baumrohling von Woodland Scenics. Auch sein Standort wurde mittels einer entsprechenden Bohrung festgelegt. Die Lage des Toilettenhäuschens sowie der kleinen Blumenbeete wurde anhand der Luftaufnahme aus dem Jahre 1958 ( Vue aérienne ) festgelegt. Die Beete wurden anschliessend auf den Bahnsteig geklebt. Vorerst sind die Gebäude noch abnehmbar und werden erst nach fertiggestellter Landschaft definitiv eingebaut.

Gleise verlegt und verdrahtet

Bild
Kopie aus einer Publikation der "Frenn vun der Attertlinn" Für die Verlegung der Gleise habe ich mich an einem alten Gleisplan aus dem Jahre 1932 orientiert. Dieser zeigt die genaue Lage der verschiedenen Gebäude entlang den Gleisen. Aus praktischen Gründen habe ich die Länge des Gleisplans an meine Platzverhältnisse in den Anlagenkästen angepasst. Auffallend ist auch, dass es in Useldange auch eine Gleiswaage nebst Lichtraumprofil gab. Dies war mir bisher nicht bekannt, und auch auf keinem Foto ersichtlich. Leider gab es im Bahnhofbereich keine Flügelsignale. Diese standen einige hundert Meter vor den Ortseinfahrten.       Grund genug, auch auf meiner Anlage eine Gleiswaage nebst Lichtraumprofil einzubauen. Ich verwendete das Modell von Auhagen, welches sehr filigran ist. Die Gleiswaage befindet sich auf dem rechten Segment in Richtung Bissen.                Hier liegen auch die Weichen für das Verladegleis #3, sowie das Umfahrglei...

Verlegen der ersten Gleise

Bild
Nachdem die Anlagenkästen gebaut sind und der Hintergrund himmelblau gestrichen wurde, war es an der Zeit die ersten Gleise zu verlegen. Der Bahnsteig ist bereits im linken Kasten verklebt. Bevor ich das Hauptgleis verlegen konnte, musste die Bahnsteigkante noch farblich behandelt werden. r Um eine maximale Nutzlänge des Hauptgleises und der Umfahrgleise zu bekommen, kommt die erste Weiche schon direkt am Anlagenanfang und auch eine am Anlagenende liegen. Ich benutze schon seit mehr als 20 Jahren die Gleise und Weichen der Firma PECO aus England.  Die Weichen werden verdeckt, unterhalb der Grundplatte mittels einer Schubstange gestellt. Dazu ist es erforderlich ein etwa 10mm grosses Loch unter der Stellschwelle der Weiche zu bohren, um genügend Raum zum Stellen der Weiche zu haben. Die Drähte für die Stromeinspeisung habe ich vorher an der Unterseite der Gleise angelötet. Damit sind sie später nicht mehr sichtbar. Damit die Gleise an den Anlagenkanten nicht ausreissen können, löte ...